(von Ulrike)

Am Samstag den 10. Oktober 2020 nahmen wir an der 2. Konferenz der freien Medien im Deutschen Bundestag in Berlin teil. Kernthema war die Sicherung der Meinungsfreiheit. Können offene Diskussionen nur noch in geschlossenen Räumen stattfinden?

Die Vortragsliste war mit hochkarätigen Bloggern und YouTubern aus den freien Medien besetzt: der Schriftsteller Thor Kunkel, die ehemalige WDR-Journalistin Claudia Zimmermann, der Autor und Journalist Alexander Wendt, Nicole Höchst (MdB) und Uwe Schulz (MdB), die Youtuberinnen und Journalistinnen Naomi Seibt und Samira Kley, Carl Benjamin aka Sargon of Akkad, der Philosoph und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Norbert Bolz, FPÖ-Fraktionsführer im Ibiza-Untersuchungsausschuß Christian Hafenecker. Die Referenten behandelten kontroverse Themen wie Migration, Corona, EU, Islam und innere Sicherheit. Eine Liste der Videos der Vorträge finden Sie hier.

Udo Hemmelgarn eröffnete die Konferenz mit einem Vortrag über die 4. Gewalt im Staat, die Publikative.

Anschließend sprach die ehemalige WDR-Journalistin Claudia Zimmermann in ihrem Vortrag „Kritiker im Abseits“ über das „korrupte System“ und die Seilschaften in der Medienwelt, die sich in den letzten Jahrzehnten gebildet haben.

Naomi Seibt und Samira Kley vertraten die Jungen Blogger. Naomi Seibt hat sich intensiv mit den Testmethoden für Coronainfektionen beschäftigt und widerlegte in ihrem Vortrag den PCR-Test von Prof. Drosten. In der anschließenden Fragerunde berichtete Hagen Grell über die vollständige Löschung seines Kanals mit 90.000 Abonnenten und über seine Ausweichplattform Frei3.

Prof. Bolz sprach über Strukturwandel in der Medienwelt. Das Ergebnis des Strukturwandels ist ein neues Selbstverständnis des Journalisten, der sich als Oberlehrer des Volkes sieht. Das Fazit von Bolz ist erschreckend: „Wir sind am Gegenpol der Aufklärung angekommen“.

Natürlich durfte auch der Staatsjournalismus nicht fehlen. Ein Team des ARD-Magazins Panorama war vor Ort. Das Auftreten des Teams erinnerte mich an die Antifa-Aktivisten. Sie schlichen um das Gebäude herum und fotografierten von der gegenüberliegenden Brücke in den Konferenzraum hinein. Besonders aggressiv reagierten die Mainstream-Journalisten, wenn sie von den Teilnehmern gefilmt wurden. Sie richteten sogleich ihre Kamera frontal auf denjenigen und bedrängten ihn mit Fragen, ohne vorab die betreffende Person um Erlaubnis gebeten zu haben. Das erinnerte sehr stark an das Verhalten der schwarz gekleideten und vermummten Antifa-Aktivisten, die friedliche Demonstranten auf einer regierungskritischen Kundgebung fotografieren.

Neben den vielen interessanten Vorträgen bot sich für uns erneut die Möglichkeit der Vernetzung und des Austausches über Themen wie Corona, Migration, Islamisierung und Zensur.